21.10.2017 - 13:59 Uhr

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Weltnaturerbe Wattenmeer

Das Wattenmeer der Nordsee ist eine im Wirkungsbereich der Gezeiten liegende, etwa 9000 km² große, 450 Kilometer lange und bis zu 40 Kilometer breite Landschaft zwischen Skallingen, Dänemark, im Nordosten und Den Helder, Niederlande, im Südwesten. Den bei Niedrigwasser freiliegenden Grund der Nordsee bezeichnet man als Watt. Es handelt sich dabei um das größte Wattenmeer der Welt.

Das Watt wird zweimal am Tag während des Hochwassers überflutet und fällt bei Niedrigwasser wieder trocken, wobei das Wasser oft durch tiefe Ströme (Priele) abfließt. Der zeitliche Abstand zwischen einem Hochwasser und einem Niedrigwasser beträgt durchschnittlich sechs Stunden und zwölf Minuten. Das vor etwa 7500 Jahren entstandene Wattenmeer hat eine der höchsten Primärproduktionsraten in der Welt. Es dient daher vielen Vögeln und Fischen als Rastplatz und Nahrungsquelle.

Fast das gesamte Wattenmeer steht unter Naturschutz. Der deutsche Teil ist – außer den großen, als Schifffahrtsrouten wichtigen Flussmündungen – als Nationalpark geschützt. Der dänische Teil folgte 2009, der niederländische unterliegt einem komplexen Geflecht aus verschiedenen Schutzmaßnahmen. Der schleswig-holsteinische, niedersächsische und niederländische Wattenmeerbereich gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe, 2011 wurde auch das Hamburgische Wattenmeer, 2014 auch der dänische Nationalpark Vadehavet in die Liste aufgenommen. Die Wattenmeerküste der Nordsee wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.

Das Wattenmeer liegt im südöstlichen Teil der Nordsee in der Deutschen Bucht. Es erstreckt sich entlang der gesamten Küste vom niederländischen Den Helder über die niedersächsische, bremische und schleswig-holsteinische Nordseeküste bis nach Blåvand in Dänemark. Etwa 30 % des Gebiets liegt unter niederländischer, 60 % unter deutscher und etwa zehn Prozent unter dänischer Jurisdiktion.

Im südlichen Teil von Den Helder über die Ems bis hin zur Wesermündung liegt das Wattenmeer hinter Barriereinseln, die aus Sandbänken entstanden sind (Ostfriesische Inseln und Westfriesische Inseln). Die Breite des Wattenmeers reicht hier von sechs Kilometern zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland bis hin zu 40 oder 50 Kilometern in großen Buchten wie dem Jadebusen, dem Dollart oder der Leybucht. Teilweise wurden in den Niederlanden auch große Buchten ganz eingedeicht und so dem direkten Einfluss des Meeres entzogen; bekanntestes und größtes Beispiel hierfür ist das IJsselmeer.

Das Wattenmeer besteht aus drei Zonen: die sublitorale Zone liegt dauerhaft unter Wasser, hier finden sich die großen Gezeitenströme und Seegatten, die das Wattenmeer mit der offenen See verbinden, und flachere Gebiete um diese Gezeitenströme. Die eulitorale Zone ist das eigentliche Watt. Sie liegt über dem Wasserstand bei Niedrigwasser, aber darunter bei Hochwasser und fällt zweimal am Tag trocken. Hier befinden sich Muschelbänke und leben Wattwürmer. Die supralitorale Zone liegt über dem mittleren Tidehochwasser (MThw), wird jedoch bei Springtiden oder Sturmfluten noch überflutet. Hier finden sich Salzwiesen mit ihrer besonderen Flora und Fauna.

Von der Weser- über die Elb- bis zur Eidermündung und nach Eiderstedt erstreckt sich das zentrale Wattenmeer, bei dem Wattenmeer, Nordsee und die Flussmündungen direkt ineinander übergehen. Hier bilden die Gezeiten vor allem Sandbänke, die sich aber kaum zu Inseln entwickeln konnten. Einige kleinere Inseln und Sandbänke wie der Große Knechtsand, Mellum, Neuwerk oder Trischen bilden eine lückenhafte, stark zerbrochene Barriere, in deren Strömungsschatten sich ausgedehnte Wattgebiete entwickelten.

Nördlich von Eiderstedt bis hin nach Blåvand liegt das nördliche Wattenmeer. Hier befindet sich das Wattenmeer im Schutz der Nordfriesischen Geestkern- und Marscheninseln, die ursprünglich Teil des Festlandes waren und durch Sturmfluten zu Inseln wurden.

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