24.06.2017 - 08:51 Uhr

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Hohenkirchen

Geografie

Hohenkirchen ist ein Ort in der Gemeinde Wangerland im Landkreis Friesland in Niedersachsen. Der Ort ist Verwaltungssitz der 1971 gebildeten Kommunalgemeinde Wangerland.

Geschichte

Um Christi Geburt war bereits die im Osten des Dorfes liegende Warf „Bübbens“ besiedelt. Auch auf der Warft „Wehlens“ wurden bei Grabungen frühgeschichtliche Funde entdeckt. Etwa 850 soll im Gebiet des heutigen Hohenkirchen durch den Erzbischof von Bremen eine (hölzerne) Kirche errichtet worden sein. Die heutige „St. Sixtus- und Siniciuskirche“ stammt aus dem Jahr 1143. Zu dieser Kirche wurde zweimal im Jahr ein Domdekan des Erzbischofs entsandt, um hier das Sendgericht abzuhalten. Das Gebiet wurde politisch zunächst von vom Volk gewählten Richtern, später von friesischen Häuptlingen regiert. Von 1667 bis 1810 war Hohenkirchen Sitz der Vogtei der Erbherrschaft Jever. 1831 wurden aus den Kirchspielen politische Gemeinden.

Am 1. Februar 1971 wurde die damalige Gemeinde Hohenkirchen (Oldenburg) in die neue Gemeinde Wangerland eingegliedert. Der Ort wurde zum Verwaltungssitz der neuen Gemeinde bestimmt.

Sehenswürdigkeiten

Die evangelische Kirche St. Sixtus und Sinicius entstand 1134 auf einer etwa sechs Meter hohen Wurt, worauf der Ortsname Hohenkirchen bereits hinweist. Dies bezieht sich möglicherweise auch auf die Funktion der Kirche, die als hölzerner Vorgängerbau von etwa 864 die Mutterkirche des Gaus Wanga (Wangerland) war. Sie ist ein spätromanischer Bau aus Granitquadern mit Rundbogenfenstern und einer halbrunden Apsis, die mehrere Kirchenkunstwerke enthält. Dazu zählt ein Taufstein aus Baumberger Sandstein aus der Zeit um 1260. Altar und Kanzel der Kirche sind Werke des Hamburger Bildhauers Ludwig Münstermann von 1628. Auch der geschnitzte Taufsteindeckel könnte ein Werk Münstermanns sein. Die 1694 entstandene Orgel stammt vom Jeveraner Joachim Kayser.

Das Wahrzeichen von Hohenkirchen ist der rund 30 Meter hohe und weithin sichtbare Wasserturm Hohenkirchen. Er liegt westlich des Ortes auf der Warft „Landeswarfen“. Der Wasserturm wurde 1934 nach Plänen des Hamburger Architekten Fritz Höger als Klinkerbau errichtet. Seit den 1970er Jahren wird er nicht mehr als Wasserturm genutzt. Nach verschiedenen Verwendungen, u. a. als Ausstellungsraum, Clubhaus eines Motorradclubs und als Funkmaststandort, wird derzeit eine neue Verwendung gesucht.

Quelle Wikipedia mehr Infos